# ... aktuelle websites: ... + scrollheim ... + kunstforschung ... + dimke.org ... + collagen ... + sammlung ... + vgl.dimke.org ...


# ... KunstForschung

# ... neu ... ... inbezug auf konzeptionelle + bildende Kunst ... ... werfen Sie hier einen Blick in das + Haus_der_KunstForschung + ...

# ... was wir in den letzten Jahren ... gedanklich, kunstpraktisch + künstlertheoretisch ... zusammengetragen haben ...
möchten wir nun in einer dreibändigen Edition veröffentlichen - hier sehen Sie die Cover-Entwürfe und kurze Zusammenfassungen zu den einzelnen Ausgaben ...


# ... wie ... Vilém Flusser ... die KunstForschung beeinflusst, man könnte sagen: "ermöglicht" hat ...

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der deitte Band ... die Ausgabe KunstForschung 2022 / Wolken : Unfassbar hat, wie alle Bände, 234 farbige Seiten / 220 x 310 mm / und handelt u.a. von der allgemeinen und fotografischen Unfassbarkeit der Wolken … die Themen: Wolken + Flüchtigkeit + Unfassbarkeit u.a. "Fotografieren als Lebenseinstellung" Vilém Flusser ...

... etwas unbeholfen hatte ich die Frage gestellt: wie kommen Wolken auf die Welt ? und wie zeigen sie sich ? wir wissen: sie waren da, bevor der erste Mensch diese Frage hätte stellen können … ich darf mich hier künstlertheoretisch Wider_Holen oder mir selbst Wider_Sprechen, um fotografische Nebensächlichkeiten zu vermeiden …
... also: alles absurd ? ja, und wie das Problem der Unfassbarkeit der Wolken mit der Wurzel ausreißen ? (absurd = wurzellos) …
... wenn bei einer analogen Kamera der heruntergeklappte Spiegel den Film freigibt, auf dem die Aufnahme stattfindet, verändert sich derweil die Wolkenformation (haarspalterisch genau gesehen) und die Aufnahme zeigt danach ein Bild, das aus vielen Wolkenformationen zusammengesetzt ist - als, man könnte sagen: ein geschrumpftes Video ... (Video = ich sehe) aber wie ? dem entsprechend werden die Pixel in der digitalen Aufzeichnung auch einer bestimmten Reihenfolge nach informiert ...
... erscheint es da noch sinnvoll von einer Gegenwart der Wolken zu sprechen oder sind Wolken im eigentlichen gegenstandslos, da sie nicht zu fassen, unfassbar sind ... ?
... vielleicht sind sie ein schönes Sinnbild für unsere eigene unbeschreibliche Existenz, denn wer möchte sich hinstellen und sagen, er hätte sich selbst in der Welt wirklich erkannt, - also: erfasst - denn dahinter steht sicherlich auch das wie ... ? das wieso ... ? das warum ... ? das warum ich ... ? - Solche und andere Fragen werden hier gestellt und von den Autoren ganz unterschiedlich angesprochen und beschrieben ...

Titel und Autoren: ... Paris, Exil. Mehr Wandern als Wohnen / Judith N.Klein ... Die Quadratur der Kunst / Daniel Birnbaum, New York / acuteart ... Problematik fotografischer Aufnahmen / HP Karl Dimke ... Titel der Gedichte ... / aus dem Stunden-Buch ... vom Reich Gottes zu Wolken-phänomenen / Wiebke Hoffmann ... Hat uns der Himmel noch etwas zu sagen ? / von Peter Sloterdijk ... Fotografieren als Lebenseinstellung / Vilém Flusser ... vom Readymade zu Ready Maiden im Netz / mein Interesse an Marcel Duchamp ... was zu Wolken bereits zu sagen war ... Dichtende lieben die Worte, die Wolken ... / von Judith N. Klein ... Aufklärung der Einbildung - Vilém Flusser über die Wahrscheinlichkeit der Realität / von Harald Brandt ... von der Fotografie zur neuen Einbildungskraft / künstlertheoretische Überlegungen, nach Flusser ... Wahrheit : Unfassbar, steht das in den Sternen ? / eine künstlertheoretische Einordnung ... prinzipiell gegen alle Collage / künstlertheoretische Überlegungen, nach Flusser ... für eine KünstlerTheorie des Zwischenraums, nach Flusser / kulturtheoretische + künstlertheoretische Überlegungen ... zur KünstlerTheorie / zur EinbildungsKraft ... Denken und Vortragen ... Vilém Flusser an der HBK, BS / Videotranskript von Steffi Winkler ... Vilém Flusser´s „Höllensturz“ / aus der Erinnerung von Maren Bünemann ... Wandel der Kommunikation / Bernhard Pörksen im Gespräch mit Michael Köhler ...


# ... wie ... die KünstlerTheorie ... die Wiederholung als ein, man könnte sagen: "Wider_Holen" umgedeutet hat ...

. … der zweite Band die Ausgabe KunstForschung 2021 Wider_Holen , eine KünatlerTheorie der Betrachtung ... hat, wie alle Bände, 234 farbige Seiten / 220 x 310 mm / ... hier stehen Fotografie, Collagen besser Montagen, sowie Vilém Flusser´s "Philosophie der Fotografie" + ein ausführlicher Briefwechsel mit ihm auf 234 farbigen Seiten / 220 x 310 mm zur Debatte …

... was mit einer Wiederholung gemeint ist, weiß man: sie stellt etwas noch einmal in die Anschauung, ins Erleben, man hört, spricht, liest, oder sieht etwas zum zweiten oder dritten mal. In der bildenden Kunst ist es bereits seit einiger Zeit deutlich geworden und anerkannt: eine Wiederholung ist eigentlich ein Widerholen, denn das, was noch einmal erstellt, vorgetragen, gemalt, fotografiert oder sogar kopiert wurde, ist nicht einfach eine Kopie des Originals sondern kann ohne weiteres auch wieder ein Original sein, wenn oder indem man den Wert im Wider_Holen, im Zurück_Holen oder auch im Gegen_Holen anerkennt und es damit etwas neues, etwas anderes ist. Der zeitliche Abstand zwischen damals und jetzt ist wohl eine zu einfache Erklärung, aber im Hinblick auf die veränderten Sehweisen, kulturellen, gesellschaftlichen Umbrüche, spielt der Abstand eine wichtige Rolle. Es kann aber auch gelten: es ist neu, ggf. ein Original, eben nur, weil es im Jetzt neu hin- oder vorgestellt wird.

... das Wider (von Widerstand / Widerspruch), das sich gegen etwas, hier: gegen das, was zurückgeholt werden soll, richtet, es wäre noch besonders zu bemerken und in die Argumentation aufzunehmen. Dazu das Zitat von Johann Wolfgang von Goethe: „Das Gleiche läßt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht."

Titel und Autoren: ... es gibt keine gute und schlechte Kunst ... diese KünstlerTheorie handelt vom Für und Wider ... Vilém Flusser, Roland Barthes ... für eine KünstlerTheorie der Fotografie ... das PhotoShopMassaker ... es gibt nur Kunst und eben keine Kunst ... Kreativität ist etwas für Friseure ... Collage, Fotomontage bei Wikipedia ... Textverlegenheit, ein schönes Wort ? ... hier: ... bis Zitty Heft 10 / 1997 : 435 lines ... Spezifikation und Kunst am Beispiel der Fotografie ... die Wirkung nachfolgender Medien im Medienverbund ... Rückblick oder Nachruf auf sieben Jahre Internet-Kunst ... wie Künstler mit der Fotografie umgehen ... nicht für das Leben, für die Kunst lernen wir ... das philosophisch-ästhetische Werk Duchamps ... aus: Vilém Flusser (1920–1991) ein Leben in der Bodenlosigkeit. Biographie / von Rainer Guldin, Gustavo Bernardo ... zum Thema: für eine Philosophie der Fotografie / 19. - der Briefwechsel mit Vilém Flusser ... die Kraft der Bilder, die bildende Kunst ... Transport der Bilder ... Zwischenräume ... Biografisches ... die verbesserung von mitteleuropa, roman / Oswald Wiener ... Korrektur Roman / Thomas Bernhard ...


# ... wie ... die KunstForschung ... die Moderne als Leporello, man könnte sagen: "aufgereiht" hat ...

. … der erste Band ... KunstForschung 2020: Kunst + Wunder , im Club der toten Kunstwerke ... Thema ist das Leporello der Kunstgeschichte mit unserer Kunst+WunderKammer sowie Artikeln aus der Zeitschrift Scrollheim, also Heinrich+Kunigunde, Bildung der Erinnerung, "Der Braunschweiger Löwe" Flusser, Vilém usw. / 234 farbigen Seiten / 220 x 310 mm …

... Ein Leporello ist dieses Werk der Kunstvermittlung. Ein buntes Buch, dessen harmonikaartig gefaltete Seiten Landkarten, Prospekten und schillernden Bilderbuchillustrationen ähneln. Ein Kleinod, auf dessen jeder Seite etwas Geliebtes abgebildet worden ist, etwas, das einst Alles hätte versprechen können. Wie die Geliebten Don Giovannis. Als der Diener des auch mozartschen Herzensbrechers die Liste der Damen mit den zumeist bereits zerbrochenen Herzen entfaltet, bekommen dieser Art plissierte Schlangen ihren Namen; nämlich seinen: Leporello. Nicht gerade eine Liste, deren Nacheinander sich je gegenseitig beflügelt hätten - wie wohl jedoch übertrumpft in der Größe des Wahns oder der Eifersucht.
Das Nachfolgemodell des genuinen Leporellos, das Kunstkompendium des 20. Jahrhunderts, hat andere Qualitäten. Acrylic history on canvas schafft, in angenehmer Distanz von vermeintlich historisch repräsentativer Folgerichtigkeit, ein Gegenüber im dialektischen Verhältnis von Innen nach Außen und wieder zurück. „Gegenüber“ der Kunst kann sowohl der Betrachter werden als auch die immanenten Bezüge untereinander. Im Faltwerk der Beziehungen generieren sich Positionen und Zusammenhänge aus ihren vermeintlichen Verankerungen heraus neu. Und so sind Leerstellen auf einmal wieder zu sehen, nicht wundergleich und doch dort, wo niemand sie vermutet hätte: Bereit, verschoben zu werden. Doch davon weiß die Schlange nichts, denn sie ist Kunst. Ihre Malerei überzeugt die Kleinen wie die Großen unter den Betrachtern „Ist das Alles gemalt?“ Im Dreischritt: Zitation von Kunstwerken als Kunstvermittlung als konzeptionelle Kunst. Nicht nur eine vermittelte Vermittlerin oder die Kunst der Vermittlung, sondern sie selbst, schöne Muse. Tina Lüers / Das Leporello in Ihr

Titel und Autoren: ... das offene Museum, geschehen noch Zeichen + Wunder ? das geschlossene Museum, ein autopoietisches System ? ... Exzess der Duldsamkeit / Hanno Rauterberg ... von Malern, gemalter Malerei + konzeptionellen Künstlern ... Kinderleicht: die Kunstgeschichte als Bilderschlange / Tina Lüers ... KunstKompendium des 20. Jhds als Leporello ... Kunst+ WunderKammer ... Kunst im Haus der KunstForschung ... Wunder in Zeit und Kunst_Raum ... Wunder über Wunder / Wiebke Hoffmann ... both sides of the story ... die Betrachter machen die Bilder ... Wiederholen : Wider_Holen ... noch einmal: Textverlegenheit ... KünstlerTheorie als Werk + Teil konzeptioneller Kunst / Hans-Peter Karl Dimke Archiv der Kunst_Kammer ... Symmetrie + Attraktivität_09 ... Let´s Twist again ... TwistOff_06 ... Heinrich + Kunigunde, Panorama ... Bildung der Erinnerung ... Tableau_Arbeiten_05 ... Selbo Selbst : Selfie ... Der Braunschweiger Loewe / Vilém Flusser ... Von der Venus von Willendorf bis Dadamax, Eine kleine Philosophie der Skulptur / Günter Schulte


# ... wie ... Vilém Flusser ... gedacht + vorgetragen hat ...

… wir erinnern an Vilém Flusser und an seinen Vortrag an der Hochschule Bildender Künste, Braunschweig /1989
… weiter unten zwei Ausschnitte der Transkription des Videos / Steffi Winkler vom Flusser Club, Berlin / Anfang (…) (…) Ende
… der Vortrag wird als Text im Mai 2021 in der Print-Ausgabe KunstForschung 2021/22 erscheinen

... Denken und Vortragen ...

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Vilém Flusser an der HBK Braunschweig ...
Videotranskript ... 1989, 22. Mai (2012) ... (59‘09‘‘)

0:12 Der Grundgedanke, den ich Ihnen unterbreiten will und an dem ich seit einigen Jahren würge, ist folgender: Es sieht so aus, als seien wir seit einiger Zeit - sagen wir deutlich seit 150 Jahren - in einem radikalen Umbruch. Es sieht so aus, als ob wir zu einer existenziellen Umstellung unserer Einstellung der Welt gegenüber und uns selbst gegenüber gezwungen werden. 00:46 Ich werde versuchen diese Hypothese ein bisschen plausibler zu machen. 0:55 Und zwar äußert sich diese Umstellung unserer Einstellung in verschiedenen Gesten. Eine der Gesten, vielleicht die erste, in der diese Umstellung deutlich zum Ausdruck kommt, ist die Geste des Fotografierens. Also nehme ich das Fotografieren nicht so sehr seiner selbst willen, sondern als ein Symptom sehr ernst. 01:30 Die These die ich Ihnen unterbreite ist so radikal, dass ich, um eine Parallele für die Gegenwart zu finden, sehr weit zurückgreifen muss.
01:42 Ich werde zuerst versuchen, Ihnen pseudo-phänomenologisch zu schildern, wie es zur menschlichen Einstellung zur Welt gekommen ist und was dies für Folgen hatte. 02:00 Wie Sie wissen, ist die Gattung Mensch ungefähr vor zwei Millionen Jahren irgendwo in Ostafrika entstanden und zwar als Folge einer ökologischen Katastrophe. Ursprünglich waren wir, wie alle Anthropoiden, Baumbewohner und unser Körper ist für dieses Baum bewohnen organisiert. Zum Beispiel sind unsere Hände gebaut, um sich an Ästen zu halten und sich von Ast zu Ast zu schwingen. Während der Katastrophe, von der ich spreche, sind die Bäume seltener geworden. Es wurde langsam kälter. Die Folge war, dass die Bäume schütterer wurden und es nötig war den Zwischenraum zwischen Baum und Baum irgendwie zu durchqueren. Dazu war der menschliche Organismus nicht gut geeignet. Es gab natürlich zwei Methoden, um diesen Zwischenraum zu durchqueren. Die eine war, sich auf die Hände zu stützen, also die Hände reaktionärerweise als Fortbewegungsorgane zu verwenden. Diese Alternative, falls ich die biologische Entwicklung anthropomorphisieren darf, diese Alternative wurde von den Schimpansen ergriffen. Eine andere Methode war, sich aufzurichten und mit den Füßen allein sich fortzubewegen. 03:50 Das war zwar außerordentlich unbequem und gefährlich, aber es war eine schnellere Fortbewegung. Es war unbequem, weil der ganze Körper sich irgendwie um organisieren musste. Zum Beispiel waren die Eingeweide nicht mehr gestützt. Und da sich der ganze Organismus umstellen musste, stellte sich auch das zentrale Nervensystem um. Aber das existenzielle Problem war, dass die Hände jetzt im Leeren baumelten und nach nichts zu greifen hatten. Diese nutzlos gewordenen Händen begannen Bewegungen auszuführen, die eigentlich nicht im genetischen Programm vorgesehen sind. 04:44 Wie Sie wissen, nehmen Lebewesen drei Kategorien von Sektoren der Umwelt wahr: Das, was gut zum Essen ist, das, was gut zum kopulieren ist, und das, was gefährlich ist. Und gegenüber diesen drei interessanten Ausschnitten aus der Lebenswelt stellten sich die Lebewesen ein. Die arbeitslos gewordenen, die funktionslos gewordenen Hände fingen aber an Uninteressantes zu manipulieren. Also z.B. Steine und Knochen, mit denen man weder kopulieren kann, noch sie essen kann und die auch nicht gefährlich sind. Ich glaube Kant nennt das “Schön ist, was ohne Interesse gefällt”. Also Kant wurde damals geboren. 5:40 Und diese zwecklose Manipulation, z.B. das Ordnen von Steinen in Kreisen, ich spreche wie Sie wissen von Homo habilis, diese Einstellung ist, was wir menschlich nennen. Sie führte zu dem, was wir lose Kultur nennen. 6:07
Ich werde versuchen eine schnelle existenzielle Analyse dieser Umstellung Ihnen vor Augen zu führen. Durch das Aufstellen auf zwei Beine und durch dieses Freiwerden der Hände, wurde der Mensch aus der Lebenswelt vertrieben. Er war nicht mehr Teil der Lebenswelt. Ich erinnere sie an alle Mythen, z.B. an das goldene Zeitalter, so wie es die römischen Poeten schildern oder z.B. eine Geschichte vom Paradies.

(...) (...)

53:29 Wenn ich diesen Blick habe, wenn ich diesen Blick auf die fotografische Geste habe, das Bild im Zentrum der Lage, umgeben von einem Schwarm von Möglichkeiten, die aus verschiedenen Relationsfeldern ankommen, z.b. aus dem elektromagnetischen oder aus dem technischen oder aus dem anthropomorphen, wenn Sie dieses Bild haben, dann werden sie im Fotografieren die Geste des Projektions-Menschen kennen. 54:07
Aber ich würde, bevor ich das abschließe, und das ist alles, was ich sage, außerordentlich fraglich, und es ist außerdem sehr schwer nachzuverfolgen, denn es verlangt nicht nur ein Überholen vieler eingefleischter, seit Jahrhunderten eingefleischter Vorurteile, sondern es verlangt auch eine große Einbildungskraft, wobei ich Einbildungskraft definiere als die Fähigkeit, Zahlen oder andere klare und deutliche Begriffe ins Bild zu setzen. Ich mache einen klaren Unterschied zwischen Imagination und Einbildung. Imagination ist die Fähigkeit, von der Welt in die Subjektivität zurückzutreten und Einbildung ist die Fähigkeit, aus größter Abstraktion ins Bild zu setzen. Also die umgekehrte Bewegung, eine konkretisierende Bewegung, eine projizierende Bewegung. Also, was ich eben sagte, verlangt von Ihnen nicht nur eine epoché, eine Ausklammerung vieler Vorurteile - und das ist sehr schwierig, ich bin selbst sehr schwer fähig dazu, immer wieder verfall ich in die alten Kategorien -, und zweitens verlangt es eine neue Einbildungskraft, für die wir zwar jetzt schon Apparate haben, nämlich z.B. Plotters, aber, die wir in uns noch nicht gut ausgebildet haben. 55:27
Wenn Sie das aufgebracht haben, dann würde ich meinen Vortrag mit folgenden Gedanken schließen. Die Bewegung des Fotografen ist ja nicht Einstellung auf einen Punkt, Aufnehmen von einem Punkt aus und Ausstellen von einem Punkt aus, sondern es ist ein ständiges Springen. Die Bewegung des Fotografen ist die Phänomenologisierung des Aufgebens aller Ideologien, aller subjektiven Ideologien. Es gibt keinen Standpunkt mehr, der besser wäre als jeder andere. Es gibt keine Weltanschauung, die irgendeiner anderen vorzuziehen wäre. Alle Standpunkte sind gleichwertig. Aber das genügt nicht, sondern ich verwirkliche mich, ich komme der Wahrheit, der Schönheit und der Güte desto näher, je mehr ich Standpunkte wechsele. 56:22 Die Bewegung des Fotografen ist eine Phänomenologisierung der neuen Überzeugung, dass Wissen nicht durch Fortschreiten des Denkens entsteht, sondern durch ein ständiges immer sich wiederholendes Umzingeln von Phänomenen in möglichst vielen Standpunkten. Die fotografische Praxis zeigt, dass sich die Wirklichkeit nur jenem enthüllt, der von verschiedenen Standpunkten aus von so zahlreich wie möglichen Standpunkten aus sich auf so viele wie mögliche Standpunkte einstellt, von dort aus so viel wie möglich aufnimmt, um von dort aus so viel wie möglich auszustellen. 57:09 57:11 Ich schließe diesen allerdings sehr wenig befriedigenden Vortrag, denn er wirft ja weit mehr Zweifel auf, als er Fragen beantwortet. Ich schließe diesen Vortrag mit folgendem Gedanken: Die Fotografie ist nicht die einzige Geste, natürlich, in der sich diese neue Einstellung äußert. Ich habe sie hier gewählt, weil Professor Dimke ein Fotograf ist. Ich hätte andere Einstellungen, z.b. heute Abend werden wir über das Filmen sprechen, worin sich diese neue Einstellung anders äußert. Ich hätte das Erzeugen von Szenarien in der Politik erwähnen können und so weiter. Ich werde also so schließen: In der Fotografie kommt eine Existenzform zum Ausdruck, die wir noch nicht richtig verarbeitet haben. Wir sind, wir werden es nicht mehr erleben, bis diese Einstellung ihren Platon oder ihren Jeremias gefunden haben wird. Und das ist das Aufregende an unserer gegenwärtigen Lage, dass wir zwar dabei sind, um zuzusehen, wie vieles alte zusammen stürzt, aber dass das weniger interessant ist, als wenn wir uns darauf konzentrieren, das Abenteuer des Neuen zu erahnen zu versuchen. 58:47

Transkript von Steffi Winkler, Flusser Club e.V.

Auf Einladung des damaligen Vertretungsprofessors HP Dimke im FB Freie Kunst / Fotografie an der HBK Braunschweig
hielt Vilém Flusser einen Vortrag, der im Studio der Filmklasse aufgezeichnet wurde ...
Prof. Michael Brynntrup, der jetzige Leiter der Filmklasse:
„Die Kamera damals hat als Student Michael Sutor gemacht, heute Professor an der Hochschule Hannover.
Technik: U-matic, 20 Minuten-Kassetten!
Ich erinnere mich gut. Die Kamera stand hinten im Studio,
während Flusser vor der Leinwand hin und her wieselte.
Ich nahm den Ton vorn auf, so gut es ging.
Später habe ich den Film dann editiert...
insofern scheint mir die Nennung folgender Namen in diesem Zusammenhang sinnvoll:
Filmklasse der HBK Braunschweig,
Prof. Gerhard Büttenbender,
Michael Sutor (Kamera),
Peter Dargel (Ton, Schnitt)“

... bild dir deine Meinung:


# ... das geschlossene Museum ... die Idee und Konzeption eines KunstRaums

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das geschlossene Museum ... im Sinne eines autopoietischen Systems ?

Vorweg: bevor sich das Museum auf Quote und Event-Veranstaltungen einlässt, sollte es mit Bildung (siehe: bildende Kunst) und Forschung (siehe: KunstForschung, KünstlerTheorie) voran gehen …
… seit vielen Jahren verfolge und erarbeite ich die Idee und Konzeption eines KunstRaums im Sinne der bildenden Kunst einzurichten, sowie dazu eine künstlertheoretische Grundierung zu liefern … ausgegangen bin ich von der Realisation einer Galerie, eines Museums, einer Kunst+WunderKammer, die den allgemeinen Vorstellungen so einer Institution entspricht, also von Kunstfreunden und einem interessierten Publikum besucht wird … mir war klar, dass die Werke, Objekte, Dinge (zum Beispiel ein Schaukelpferd, ein Bobby-Car in der WunderKammer) nicht von Kindern in Anspruch genommen werden sollten, dabei nicht an eine Mitmach-Aktion gedacht ist, - nein, die Dinge sollten Kunst-Objekte sein (und bleiben), zumal oder da sie durch Benutzung in den Status des Gebrauchswertes zurückfallen würden, und somit keine Kunst mehr sein würden … nun ist es im Laufe der Entwicklung des Projektes dazu gekommen, dass ich die Idee erweitert und so in die Tat umgesetzt habe, dass der ganze Hergang (die Suche nach einer Räumlichkeit, der Kauf des Hauses, der Umbau, die Installation und die Einrichtung des Museums) als Kunst zu sehen und anzuerkennen ist … diese Umwidmung hat nun zufolge, dass das Museum abgeschlossen und unbetretbar als ein ironisches Gesamtkunstwerk in autopoietischen Anführungszeichen dasteht und sich nur durch diese Niederschrift öffnet - also man nur so in einer Beobachtung zweiter Ordnung Einblick nehmen und einsichtig werden kann, vielleicht sagen sagen wir besser: einsichtig werden könnte …

… dazu Olaf Nicolai, dem der Untergang der DDR den Blick dafür geschärft hat, dass scheinbar selbstverständliche Spielregeln des Lebens in Wahrheit soziale Konstrukte sein können. Das Museum liefert ihm zwei Motive, an denen er gern das Verhältnis von Menschen zu ihrer Umgebung erläutert: die Vitrine und die Sammlung. Der gläserne Schaukasten wird ihm zum Bild für den Traum vom in sich geschlossenen, vollkommen beherrschbaren Weltsystem. Und der Sammler ist in seinen Augen nicht bloß Archivar, sondern ein Produzent, dessen Ordnungskriterien zur Gebrauchsanweisung für seine Umwelt werden. (…)
Das Ich, das es früher gegeben haben mag, ist restlos durch ein Repertoire wechselnder Rollen ersetzt. Durch die Rolle des Künstlers zum Beispiel. Olaf Nicolai hat sich lange nicht so nennen mögen - nicht allein, weil er es anmaßend fand, seine Produktion durch diesen Titel aufzuwerten. „Künstler“ erscheint ihm inzwischen als „ein Wort für alles und nichts. „Du triffst niemanden mehr, der nicht irgendwie auch Künstler ist. Diese Verpflichtung zur Kreativität, die überall herrscht, kann einem ja so auf den Geist gehen, dass Dummsein schon wieder interessant erscheinen könnte.“ / siehe: 06.01.2001 / DIE WELT / Boris Hohmeyer

Deutlich wurde dies auch im Deutschlandfunk Kultur am 06.01.2021, als Olaf Nicolai zu seiner durch Corona-Umstände geschlossene Ausstellung interviewt wurde.
Stefan Koldehoff: „wenn das Museum geschlossen ist, hängen dann die Dinge dort nutzlos herum ?“
Olaf Nicolai: „das geschlossene Museum ist bei sich selbst, die Dinge, Werke kommunizieren mit sich selbst und miteinander“

… das geschlossene Museum kann im Sinne eines autopoietischen System (Systemtheorie, Niklas Luhmann) gesehen werden, das durch seine Geschlossenheit die Offenheit, Kommunikation, den Austausch mit dem Anderen ermöglicht: Die systemtheoretischen Begriffe, sind Selbstreferentialität und Autopoiesis. Selbstreferentialität bezeichnet die Fähigkeit jedes lebendigen Systems, einen Bezug zu sich selbst in Abgrenzung zur Umwelt herzustellen. Die Grenzen des Systems gewinnen hier an Bedeutung, da die selbst festgelegten Grenzen darüber entscheiden, ob ein offenes (relativ durchlässiges) oder geschlossenes (relativ undurchlässiges) System vorliegt.

kleiner Einschub: in Klammern: (volkstümlich scheint eine Parallele auf, also, wenn man sagt: „ich liebe dich“, muß man erst einmal „ich“ sagen, also mit sich selbst einverstanden sein …)

Zur Vorwegnahme/ Hereinnahme des Betrachters/ des Betrachtens als Selbstreflexion des Künstlers/ der Kunst in Luhmanns Betrachtung des Betrachters beim Betrachten hier die Beobachtung zweiter Ordnung. Sie wird in der Kybernetik zweiter Ordnung als die Beobachtung von Beobachtung verstanden.
Niklas Luhmann [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Genau genommen ist jedes Lesen von Texten oder Betrachten von Bildern „Beobachtung zweiter Ordnung“: Man beobachtet die Aufzeichnungen eines Autors, Malers oder Fotografen, der damit seine eigenen Beobachtungen fixiert hat. Der Soziologe Niklas Luhmann verwendet diesen Begriff, um moderne Phänomene wie institutionelle Sicherheit oder die Glaubwürdigkeit von Informationen zu erklären. Durch die Zunahme der Aufzeichnungen im täglichen Leben seit der Neuzeit werden Beobachtungen erster Ordnung abgelöst und ergänzt von Beobachtungen zweiter Ordnung. Das Unvermittelte wird ersetzt durch das Vermittelte, dem man eher vertraut als den eigenen Sinnen.
Beobachtung zweiter Ordnung macht den „blinden Fleck“ sichtbar, also das, was in der gewählten Beobachterperspektive nicht wahrgenommen werden kann oder soll (vgl. Selektive Wahrnehmung): Der Beobachter kann nicht sein eigenes Beobachten beobachten. Beobachtung zweiter Ordnung macht wenigstens die Gegebenheiten und Beschränkungen der vorausgehenden Beobachtungen sichtbar.

Die Rückenfigur ist ein Sujet der Malerei und Grafik, der Fotografie sowie des Films. Sie dient der Darstellung des Tiefenraums auf einer zweidimensionalen Bildfläche, mittels der sich der Betrachter mit der ins Bild schauenden Figur identifizieren und so die zu vermittelnde Räumlichkeit nachempfinden kann. Die Geschichte der Rückenfigur beginnt in der Antike im 6. vorchristlichen Jahrhundert. Erste Rückenfiguren, die eine lebendige diskontinuierliche Raumtiefe schaffen, sind in den erhaltenen Fresken der Villen von Pompeji sehen.
Caspar David Friedrich entwickelte die Rückenfigur zum zentralen Thema der Landschaftsmalerei. Der Maler der Romantik geht über ihre bis dahin traditionelle Funktion als Maßstab, Kompositionselement oder Lehrhinweis hinaus. Bei ihm bestimmt die Rückenfigur wesentlich Bildgestalt und Symbolgehalt seiner Gemälde, Aquarelle und Sepien. Es handelt sich dabei weniger um Naturdarstellungen als um konstruktive Kompositionen mit theatralen Zügen.
Eine bildkritische Deutung der Rückenfigur der Romantik betreibt René Magritte in einem Gemälde, - indem er die Rückenansicht im Spiegel dupliziert, entzieht er dem Motiv die Logik der Subjekt-Objekt-Beziehung.

... bild dir deine Meinung:


# ... Wahrheit : Unfassbar ... wie die Wolken ? … eine quasi-philosophische Einordnung …

Sie sagten, wir werden uns nach der Krise einander viel verzeihen müssen - aber warum? haben Sie nicht die Wahrheit gesagt ? … ja, nee … also, wie steht es nun um die Wahrheit ? … in wissenschaftlichen Systemen sagt man zum Beispiel: „eins und eins ist zwei“ oder erzählt uns: „1 + 1 = 2“ … dazu gg-falls: „das stimmt“ - hoffentlich nicht: „das ist wahr“ … ausserhalb wissenschaftlicher Konstruktionen meint man landläufig oft, etwas als wahr oder falsch erkennen zu können … aber so einfach ist es nicht …

von Aristoteles, Aquin, Kant zur Kohärenz- und Konsens-Theorie / Neurath, Habermas … in ihrer einfachsten Form besagt die Kohärenz-Theorie , dass die Wahrheit oder Richtigkeit einer Aussage darin besteht, sich widerspruchslos in ein System von Aussagen einfügen zu lassen. So formuliert Otto Neurath: „Die Wissenschaft als ein System von Aussagen steht jeweils zur Diskussion. […] Jede neue Aussage wird mit der Gesamtheit der vorhandenen, bereits miteinander in Einklang gebrachten Aussagen konfrontiert. Richtig heißt eine Aussage dann, wenn man sie eingliedern kann. Was man nicht eingliedern kann, wird als unrichtig abgelehnt. Statt die neue Aussage abzulehnen, kann man auch, wozu man sich im allgemeinen schwer entschließt, das ganze bisherige Aussagensystem abändern, bis sich die neue Aussage eingliedern lässt“

der Schriftsteller Emmanuel Carrère spricht über die Frage, was literarische Wahrheit ist / Süddeutsche Zeitung Magazin, Nr. 51, 18.12.2020 … was verstehen Sie eigentlich unter »wahr«? Hat nicht jeder seine eigene Wahrheit? „Natürlich. Ich schreibe meine Wahrheit. Ich glaube, es gibt verschiedene Wahrheitsgrade. Es gibt die faktische Wahrheit, wie für einen Polizeireport. (…) Dann gibt es die Aufrichtigkeit. Das ist nicht dasselbe wie Wahrheit. Ich kann aufrichtig sein und mich irren. Und dann gibt es die Wahrheit als solche. Was ist das? Das Stärkste, was mir dazu einfällt, ist von Kafka: »Unwissend bin ich, die Wahrheit bleibt jedenfalls bestehen.« Also, ich kann die Wahrheit nicht sehen, aber das heißt nicht, dass es sie nicht gibt. Ich finde diesen Satz unglaublich. Dass es irgendwo eine absolute Wahrheit gibt. Ich versuche, mich schreibend auf sie zuzubewegen. Im Wissen, dass sie irgendwo existiert, auch wenn ich im Moment im Nebel tappe.“

Wollen wir die Wahrheit bestimmen (verifizieren) ? - ich denke, dass uns die Falsifikation die Wahrheit näher bringen kann: also, dass wir sagen: das ist nicht wahr, und das, und das kann nicht wahr sein, usw. und immer näher an die Wahrheit heran kommen, aber sie nicht direkt treffen. Also, ohne sagen zu können: „das ist wahr!“, müssen wir wohl ohne eine Bestimmung der Wahrheit auskommen.

... Wir müssen andere Wahrheitsbegriffe ausarbeiten. Ich will nicht auf Heidegger zurückkehren, den ich aus verschiedenen Gründen kritisiere und der Wahrheit definiert als die Stimmung, die stimmt. Trotzdem will ich auf diese Vorstellung anspielen. Wahrheit ist das nicht weiter ausdrückbare Bewußtsein, daß das, was gesagt wird, auch so ist, wie es gesagt wird. Es hat, um das mit Wittgenstein auszudrücken, keinen Sinn zu sagen: „Es regnet, und das ist wahr.“ Ob die Aussage „Es regnet“ wahr ist, stellt sich heraus. Ich hoffe, daß mein Buch in diesem Sinne wahr ist: Es wird sich herausstellen / Vilém Flusser

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+ genial daneben, das ist im Sinne von falsifizieren gedacht und (nur) so lässt sich auch die bildende Kunst einkreisen …
+ vor Zeiten sagte die Richterin zu mir: hier wird kein Recht gesprochen, hier werden Urteile gefällt …
+ dazu fällt es mir wieder ein: „Die Antwort ist das Unglück der Frage“, soll von Novalis sein - bin bei der Suche danach allerdings ohne Antwort geblieben …

... bild dir deine Meinung:

... mei, die Sache mit der Wahrheit … Flusser hat´s doch getroffen und nähert sich damit m.E. der Schule des Pragmatismus: „Wahr ist, was sich bewährt“. Doch hat es auch diese einfach erscheinende Aussage in sich: Wer stellt das fest? Bewährt für Wen? für Was? wofür? Nun, es stellt sich heraus, wie schön. GJ

... das ist in jedem Fall wahr, ich wünsche dir ein gesundes Jahr mit weiteren genialen Gedaneken und Ideen. TF

... der Abschnitt über Wahrheit ist sehr interessant und gut. Folgt einem bestimmten Rhythmus....Ist er ein Text aus dem zukünftigen Wolkenbuch? JNK

... ich habe mir Deine letzte Post angeschaut. Licht und Schatten sind für mich bedeutsam, nicht nur für die Wahrnehmung der Augen, sondern auch emotional. Ich fühle mich im Licht. Wie gut, dass wir die Leidenschaft für die Kunst haben. WH


und weiter auf dieser Seite:

# ... hallo, hier spricht die KunstForschung u.a. über das "bildende" in der Kunst,
"die Kunst ist frei" (... mal sehen)
als eine Bestandsaufnahme, die fortgesetzt wird (...)

# ... im Bestand haben wir zur Zeit: die nachfolgenden Begriffe - aus kuenstlertheoretischer Sicht
beschrieben und bebildert - so wie wir uns das leisten wollen und können

# ... unter dem nachfolgenden Link, werden die Begriffe
bildende Kunst, Künstlertheorie, Künstler ohne Werk und Kunstforschung
aus künstlertheoretischer Sicht beschrieben und eingeführt ... Begriffe

# ... hier kommen wir noch ein mal auf den 90. Geburtstag von Vilém Flusser zurück ... Flusser


KunstForsch _3x3istNeu_27
2014

# ... 3 x 3 ist Neu: n Triptychen
# ... drei mal drei = neun ...

      1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 ...

# ... der Gegenstand: das Triptychon
# ... die Form: digitaler Mix
# ... der Inhalt: heutige Standpunkte




KunstForsch _FilzSchreiberAD_24
2014

# ...   Kupferstiche // als Tätowierung der Kunstgeschichte

# ... Sorgfältig folgt Albrecht Duerer dem Text:
      Das Tier aus dem Meer hat sieben Häupter, zehn Hörner und zehn Kronen -
      laesst sich die zeitgenoessische Kunst auch thematisch
      in einen Zusammenhang mit Albrecht Duerer stellen ? ...
      Filzschreiber AD :   jedem Bild sein Tattoo ...









KunstForsch _auch_die_Hoffnung_23
2014

# ... auch_die_Hoffnung   //   die Büchse der Pandora

# ... auf Weisung des Zeus hatte Hephaistos die erste Frau (aus Lehm) geschaffen
      sie erhielt den Namen Pandora und war ein Teil der Strafe für die Menschheit
      wegen des, durch Prometheus gestohlenen, Feuers






KunstForsch _aus_Schnitt_21
2013

# ... an_Schnitt_des_Raumes  //   alle Jahre wieder

# ... ich wiederhole: aus der Universitaet der Kuenste (Berlin) sind Werke der Studierenden
      fotografisch in die virtuelle Oeffentlichkeit verbracht worden





KunstForsch _nur_Himmel_20
2013

# ... nur_Himmel_ueber_Berlin   //   ein silberner Blick zum Himmel

# ... mit null_Komma_nichts des Grimmschen Woerterbuchs
      werden hier die Zwischenraeume unserer aller Himmmel besetzt





KunstForsch _habe_nun_Ach_19
2013

# ... Habe nun, Ach! So vieles durchaus probiert
      und photographiert
...

# ... da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor ...










KunstForsch _dasselbe_unGleich_18
2013

# ... dasselbe_unGleich /// dasselbe Motiv kann unterschiedlich interpretiert werden

# ... „Halt! Wer da?“ – „die Erloeserkirche in Moabit!“ antwortete der Kater kurzweg.

# ... mit dasselbe ist gemeint, dass etwas identisch ist, das gibt es also nur einmal,
      wohingegen das Gleiche sozusagen eine Kopie darstellt (ist doch einfach, weiss jeder) ///




KunstForsch _gebrauchs_Wert_17
2013

# ... der gebrauchs_Wert ist der Wert,
      der durch den Gebrauch entsteht
      (ist doch einfach, kann jeder) ///

# ... und es gibt eine Funktion Autozusammenfassen,
      die Texte (auch die Grimmschen Maerchen)
      auf wenige Prozent des Originals staucht ;-)
      sie sind zwischen die Bilder geschoben ? !



KunstForsch _gutesBild_16
2013

# ... geht ein Mann zum Arzt ... Herr Doktor, „Was ist ein gutes Bild ?“

# ... nach kurzer Überlegung: "Es gibt keine gute und schlechte Kunst,
      es gibt nur Kunst und eben keine Kunst"

# ... die Deutsche Gesellschaft für Photographie DGPh
      veranstaltet ein Symposium zum Thema



KunstForsch _carWash_15
2013

# ... carWash - Fruehjahrsputz in der Waschanlage

# ... meinten Sie: You press the button - and the "Waschanlage" does the rest ?
      mittlerweile lassen sich die Digital-Kameras ihre vorprogrammierten Aufgaben nur ´ungern´ abnehmen,
      sie machen alles automatisch, wie gewuenscht ?




KunstForsch _conMerz_14
2013

# ... conMerz - Vorschau: das conMerzMuseum

# ... (oder die Wohnung ist die Schonung)
      haben Sie Bedenken zum conMerz als Scherz ? ...
      dann ist Ihre Wohnung die bildende Schonung ...




KunstForsch _documenta_13
2013

# ... documenta_13 - eine vor-Stellung bildender Kunst

# ... zur documenta vor-Stellung des ´kuenstlerischen Denkens´ stellen wir bereits vor-Getragenes zur Diskussion
      die vor-Stellung der documenta, drei, zehn ...
      und die dazu geaeusserten Bedenken ...




KunstForsch _aus_Bildung_12
2013

# ... aus der Bildung, ein Rundgang der Kunst

# ... aus den Kunsthochschulen sind Werke fotografisch in Öffentlichkeit und Umwelt verbracht worden
      kann der Rundgang der Kunst diese Appropriation der Betrachtung akzeptieren ?
      was sagt der Kunstbetrachter selbst zur folgerichtigen Uebertragung
      der Eigenverantwortung der Betrachtung (Selbstbildung), - dort draussen ?




KunstForsch _Kein_Thema_11
2013

# ... keine Themenausstellung der bildenden Kunst

# ... ich hasse thematisch verpflichtende Ausstellungen, da mache ich nicht mit
      wir werfen alle Bilder ueber den Haufen
      unsere Vorstellungen sind nicht thematisch unter einen Hut gebracht gedacht




KunstForsch _Berlin verfuehrt_10
2013

# ... Berlin, Reise-Verfuehrung zu versetzten Standorten

# ... Berliner Standorte sind ausgetauscht:
      der Foto-Reise-Verfuehrer behauptet seine versetzten Standpunkte
      wir befreien die Fotografie von handelsueblichen Postkarten und ihren gegebenen Motiven




KunstForsch _Symmetrie_09
2013

# ... Symmetrie: Hinweis auf vorteilhafte Gene

# ... symmetrische Gesichter haben eine große Bedeutung
      für die Beurteilung von Attraktivität
      dies gilt für Frauen und Männer gleichermaßen
      (...) auch fuer die bildende Kunst ?




KunstForsch _Obacht_08
2013

# ... gib Obacht: die Beobachtung der Beobachter

# ... mit einem fotografischen Schnappschuss haelt man etwas fest und erkennt oft erst im nachhinein, dass man Teil
      dieser Beobachtungssituation ist, also keine Frage: mit Hilfe der Fotografie kann man beobachten,
      wie man etwas beobachtet und dieses "etwas" dann selbst sein




KunstForsch _FotografiePur_07
2013

# ... FotoPur / die Fotografie ist ein fotografisches Bild

# ... ja, koennen diese und andere Fotografien ohne konzeptionellen Zusammenhang so pur als Bilder angesehen werden ?
      also, die Frage: "kann Fotografie = Bild = Kunst sein ?", ist seit dem 20. Jahrhundert obsolet, ok ?





KunstForsch _TwistOff_06
2013

# ... TwistOff / eine Serie leerer Glaeser

# ... muss denn die Kunst ausschliesslich leere Glaeser ablichten ? ... hat sie denn nichts Substanzielles vorzustellen ?
      nun, eventuell laesst sich ein fehlender Inhalt als unsichtbare Botschaft erkennen ?
      also dann: ein Blick in die Speisekammer unserer Grossmutter oder Einsicht in die Kunstgeschichte ?




KunstForsch _Tableau-Arbeiten_05
2013

# ... Tableau-Arbeiten aus dem Archiv der 1980er Jahre

# ... hier ist die Kunst auf einem Tableau, angehoben und dazu noch beschriftet
      wir beschreiben den Umgang mit Fotografien erst ein mal aus der Sicht von gestern - sodann von heute





KunstForsch _Kippenberger_04
2013

# ... Fotografien von Martin Kippenberger aus den 1970er Jahren / heute

# ... beurteilt man die Kunst eines Künstlers oder seine Haltung als Künstler zum Menschen ?
      also, Kippenberger beruft sich auf Beuys und sagt: jeder Künstler ist ein Mensch





KunstForsch _Verformung_03
2013

# ... Bewegung und Verformung der Objekte mit bildlichen Fußnoten

# ... die Kunst ist, wie immer in Bewegung, verformt sich und erscheint in Serie
      wir befreien die Fotografie erst einmal von wissenschaftlich verhängten Fussnoten





KunstForsch _Perspektive_02
2012

# ... perspektivloses Wohlgefallen an Fotografie

# ... die Definition der Kunst als: interesseloses Wohlgefallen am Schoenen ?
      kommen wir zum Thema und befreien erst einmal die Fotografie von der Perspektive





KunstForsch _Vereinnahmung_01
2012

# ... fotografische Vereinnahmung und Verwendung

# ... warum muss denn die Kunst auf freien Fuss gesetzt werden, wenn sie doch per se selbst frei verhandeln kann ?
      nun, wir befreien die Fotografie erst einmal von Vorurteilen der Piraterie





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